Buchmesse Leipzig im
März 2007
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Wie schon beim letzten Mal „begann“ für mich die Buchmesse bereits kurz vor Weihnachten des Vorjahres. Ich freute mich über die ersten Zusagen zur Teilnahme … und bestellte schon vorab in der uns bekannten Pension ein paar Zimmer, denn aus Erfahrung weiß ich, dass es zur Buchmesse keine mehr gibt. Im Januar 2007 musste ich dann die Zimmer buchen, damit auch jede Autorin ein Bett hatte, die übernachten wollte. Ich durfte mich über immer mehr Zusagen freuen. Im letzten Jahr waren wir fünf beim Treffen und in diesem Jahr zehn Autorinnen, die wirklich kommen wollten!!! Natürlich waren auch wie im letzten Jahr einige Männer dabei, denn schließlich kann man in so einer Großstadt nicht so viele Frauen ganz allein lassen. Das geht nun wirklich nicht! Lach … Damit wurde mir etwas Verantwortung „abgenommen“ und ich brauchte nicht überall die „Glucke“ sein. Absolute Wahnsinnstage standen mir wieder bevor, auf die ich mich trotz sehr wechselhaftem und kaltem Wetter besonders freute. Bis auf Verena waren mir die Autorinnen und auch deren Ehemänner bekannt, so dass ich im Gegensatz zum Jahr vorher in dieser Hinsicht etwas ruhiger war. Als Heidi und Otto anreisten, bedauerte ich Heidi sehr, weil sie noch nicht ganz gesund war, aber auf der anderen Seite war ich mehr als froh, dass ich wieder Unterstützung von ihr bekam. Als ich beide begrüßen durfte, war es wie im letzten Jahr … als wäre die Zeit stehen geblieben und wir hatten uns gerade erst verabschiedet. Natürlich war die Wiedersehensfreude wieder riesig. Am Donnerstag reisten vier Autorinnen innerhalb von nur einer Stunde an. Silke kam mit ihrem Mann im Auto und war statt 16 Uhr schon viel eher an der Pension, so dass Heidi und ich, die sie in Empfang nehmen wollten, zu spät kamen. Aber nach einer wieder sehr herzlichen Begrüßung war alles verziehen. Ich überließ Heidi, Otto, Silke und Horst „ihrem Schicksal“ und fuhr allein zum Leipziger Hauptbahnhof, um Gitte, Verena und Angelika abzuholen. Verena war im selben Zug wie Gitte, aber sie wussten es nicht … Ich freute mich sehr darauf, Verena als neue Autorin kennen lernen zu dürfen. Gitte war die erste, die ich mit großer Freude in die Arme schließen konnte, danach suchten wir Verena. Zum Glück dauerte es nicht lange, dann hatten wir sie ausfindig gemacht und begrüßten sie herzlich in Leipzig. Angelika kam ein paar Minuten später und wurde ebenso herzlich empfangen. Danach fuhren gemeinsam zur Pension. Ich habe wieder festgestellt, dass diese Wiedersehen wie zur letzten Buchmesse waren … als wäre nicht ein ganzes Jahr dazwischen gewesen, eigentlich so, als hätte ich sie alle am Tag vorher gerade erst gesehen. Und auch mit Verena gab es kein „Fremdeln“, auch so, als kennen wir uns schon ewig. Dafür bin ich sehr dankbar. Nun waren wir für diesen Tag vollständig und nach kurzem Aufenthalt in der Pension, verbrachten wir einen angenehmen Abend in der rauchfreien Kartoffelkneipe, die zu unserer Lieblingsgaststätte geworden ist. Das Abendessen war wieder vorzüglich und die Stimmung hervorragend, so dass wir uns erst kurz von Mitternacht trennten, um noch eine Mütze Schlaf zu bekommen. Der nächste Tag sollte meine Nerven noch sehr strapazieren, denn das erste war mich schockierte, war das Wetter … so etwas aber auch! Dabei hatte ich wieder einen „Vertrag“ mit denen da oben gemacht und um Sonnenschein gebeten … aber vielleicht hatte ich bei all der Aufregung vergessen, den genauen Zeitraum zu nennen … so etwas aber auch! Na gut, dass kann ja mal passieren und ich hoffe, die Autorinnen und unsere männlichen Begleiter verzeihen es mir noch nachträglich. Ich gelobe, im nächsten Jahr an Petrus eine ganz genaue Nachricht zu geben … Zeitig genug fuhr ich am Freitag, dem 23. März 2007 zum Hauptbahnhof und unterwegs „sammelte“ ich Angelika auf, die gerne ihre Autorenfreundin Silvia vom Zug mit abholen wollte. Gemeinsam warteten wir dann auf die nächsten Ankömmlinge. Zuerst kam Silvia, dann sollten Steffi und Giesela fast zur gleichen Zeit ankommen, aber natürlich auf weit auseinander liegenden Bahnsteigen … aber die jeweils angegebene Bahnsteigzahl hatte sowieso an diesem Tag auf Grund der Bauarbeiten nicht gestimmt. Silvia und Angelika sollten auf meinen Wunsch hin Giesela mit Mann mit zur Pension nehmen … was dann nicht klappte, weil der Zug nicht kam. Steffi wollte mit mir auf Monika warten. Angelika und Silvia hatten vor, eher zum Messegelände und fuhren zur Pension. Etwas später habe ich dann Giesela und Mann doch „gefunden“ und wir warteten gemeinsam mit Steffi auf Monika. Dabei lernten sich die beiden Autorinnen kennen. Steffi kenne ich schon ewig und Giesela habe ich im Oktober des letzten Jahres persönlich kennen lernen dürfen, deshalb war auch hier die Freude sehr groß, dass wir uns so schnell wieder sehen konnten. Nach einer Stunde war es dann soweit und wir durften Monika herzlich in die Arme schließen. Auch bei ihr hatte ich das Gefühl, es wäre keine Zeit seit der letzten Buchmesse vergangen. Ich vermute nun, dass es unser gemeinsames Hobby ist, welches uns allen eine Vertrautheit und Harmonie zwischen uns beschert … gut, dass es das gibt. Als die Quartiere bezogen waren, fuhren wir zum Messegelände. Dort haben wir uns mit Rocco, unserem Techniker, und Kathrin, unserer Fotografin, verabredet. Gleich am Eingang wurden einige Fotos und danach auch einige Gruppenfotos aufgenommen. Anschließend sind wir erst einmal zu unseren Engeln an den Stand gegangen. Die Engel sind keine geringeren als die Mitarbeiter einschließlich Verlagschef vom Engelsdorfer Verlag, mit denen wir eine hervorragende Zusammenarbeit haben, für die ich sehr dankbar bin, denn sie ermöglichten es, dass die Anthologie ganz kurzfristig noch bis zur Messe fertig gestellt wurde. Am Stand des Verlages haben wir dann einige Gruppenfotos mit unseren zwischen den beiden Leipziger Buchmessen erschienen sechs Büchern von Kathrin aufnehmen lassen. Leider mussten wir feststellen, dass das Buch von Heidi Gotti (aus Oppenweiler), „ABENDROT Im Fegefeuer des Lebens“, bereits gestohlen war. Aber glücklicherweise hatte Heidi eins mitgenommen, welches sie verschenken wollte, ja sogar schon hatte. Das haben wir dann für das Foto zurückerbeten … was es so alles gibt, nicht zu fassen! Auch „Fallstricke“ von Angelika Haymann (aus Norderstedt), „Liebe auf den ersten Klick?“ von Gitta Gerusel (aus der Schweiz), „Im Schatten des Berges“ von Ursula Leber (aus Neu-Isenburg), „Elfen, Feen & Zwerge“ von Christina Telker (aus Bernau) und natürlich unsere Anthologie „Danach war alles anders …“ mit zwanzig Autorinnen und Autoren wurden über den Engelsdorfer Verlag auf der Buchmesse präsentiert. Ich bin sehr glücklich, dass wir eine so große Anzahl neuer Bücher den Weg ins Buchleben begleiten konnten, denn im Jahr zuvor konnten wir nur zwei Bücher auf der Buchmesse Leipzig präsentieren. Und, ich verrate mal ein kleines Geheimnis, es sind jetzt im April bereits drei Bücher in Arbeit, die in jedem Fall zur nächsten Buchmesse in Leipzig vorgestellt werden … Nach unserem Fototermin am Verlagsstand besuchte jeder nach seinen Interessen die Messestände. Zum Abendessen fanden wir uns dann alle wieder in der Kartoffelkneipe ein. Ein herrlich bunter Abend war es geworden, denn eine Lesung mit fast allen Autorinnen (neun) hatte ich noch nicht miterlebt. Geschichten und Gedichte wurden ausdrucksstark vorgetragen, von Kindergeschichten über alle „Beete“ bis zu Erotik war alles dabei. Leider musste Steffi Stollberg vorzeitig abreisen, aber beim nächsten Mal wird auch sie an der Lesung teilnehmen – das hat sie schon versprochen … Ich freue mich noch immer, dass wir eine so gute Zusammenstellung der Texte hatten, obwohl niemand vorher wusste, was jeweils die anderen Autorinnen lesen würden … herrlich spannend war das von Anfang bis zum Schluss in über drei Stunden Lesezeit. Es ist mir heute noch unheimlich, dass der Abend so wunderbar zu Ende gegangen ist. Nach einer erquicklichen Nachruhe, sind am nächsten Tag alle meine Autorinnen wieder in alle Himmelsrichtungen abgereist und die meisten fanden den Weg zum Bahnhof allein. Sehr gefreut habe ich mich über die SMSen und die Mails, in denen ich erfuhr, dass alle wohlbehalten nach Hause gekommen waren. Mittags habe ich gemeinsam mit Gitte Verena zum Zug gebracht und verabschiedet. Sie hat sich dann auch gemeldet, dass sie gut angekommen ist. Am Nachmittag waren Gitte, meine Schulfreundin Regina und ich im Gewandhaus, um das 3. Familienkonzert zu erleben, welches im großen Saal vom Gewandhausorchester gespielt wurde. Es war eine wunderschöne Stunde, an die ich sehr gerne zurück denken werde. Ja und danach fuhren wir mit Reginas Auto … ihr wisst es nun sicherlich schon … in die Kartoffelkneipe, um Gittes letzten Abend in Leipzig gebührend zu feiern. Natürlich hat uns an diesem Abend das Essen auch wieder sehr gemundet und im Anschluss waren wir noch ein paar Stunden in meiner Wohnung zum Schwatz. Regina brachte Gitte dann zur Pension und fuhr nach Hause. Am Sonntag holte ich Gitte nach dem Frühstück in der Pension ab und wir fuhren zum Hauptbahnhof, um dort noch vorzügliche Kaffeeköstlichkeiten zu genießen. Als Gitte zur Mittagszeit abgereist war, hatte ich das Gefühl … schade, dass es schon wieder vorbei ist … sehr anstrengend, aber wundervoll dieses Autorentreffen … wie im letzten Jahr - eine herrliche Zeit. Danke sage ich jeder Einzelnen noch einmal, die gekommen ist, um in unserer Mitte zu sein. Ich bin sehr dankbar für das große Vertrauen und die Freude, die ich erleben durfte. Bitte bleibt alle gesund … und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen … nächstes Jahr oder irgendwann … es wird sicherlich wieder so sein, als wärt ihr gar nicht weg gewesen. Seid stets gut beschützt wünscht euch eure Gisela
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