Heidi Gotti: Im Fegefeuer des Lebens
Rezension für „ABENDROT Im Fegefeuer des Lebens“
von Gisela Dua als Herausgeberin des Buchs:
Auch der zweite Teil der Lebensgeschichte von Heidi Gotti traf mich als Leser direkt ins Herz. Ich ging mit der Autorin den steinigen, den liebevollen, den traurigen und den Weg voller Glück immer ein Stückchen mit. Habe mit ihr gebangt und gehofft und ihr bei jedem schweren Ereignis in Gedanken beigestanden. Sehr oft war ich auch wütend auf die Menschen, die soviel Leid in ihr Leben brachten und doch hatte sie sich niemals unterkriegen lassen. Sehr spannend geschrieben bis zum doch überraschenden Schluss.
Sie erinnerte sich anfangs noch einmal an ihre Kindheit und die Vertreibung, die sie mit ihren Eltern durchstehen musste, wovon sie im ersten Band ihrer Lebensgeschichte („Meine Wurzeln – Mein Leben“) erzählte.
Aber das Leben in der Stadt war sehr schwer für dieses Naturkind, welches sich die Freude, selbst an die kleinsten Wunder der Schöpfung, bis heute erhalten hat.
Belastet hatte sie manchmal dieses überbehütet sein durch ihre Mutti, doch mit der Zeit empfand sie dieses als Fürsorge und inzwischen denkt sie dankbar an die Eltern zurück. Sie hat erkennen müssen, dass es Einzelkinder sowieso schwerer hatten, als die mit Geschwistern, denn dort teilte sich die Liebe und Sorge der Eltern auf.
Ein Weihnachtsfest in freier Natur, im tiefen Schnee und unter einem klaren Himmel voller Sterne, berührte mich besonders, denn solche gibt es in der Stadt nicht.
Von einer Schulfreundin wäre sie fast in die falschen Kreise gekommen, die ihrer Entwicklung sehr negativ gegenüber standen. Aber ihr eigener Trotzkopf bewahrte sie davor. Und doch wurde sie von schlimmen und auch sehr unerträglichen Erlebnissen, selbst in der Kinder- und Jungenzeit, nicht verschont und musste sich durchkämpfen, wie auch später als verheiratete Frau eines sehr gewalttätigen Alkoholikers.
Doch Gottes Wege kennen auch die Gerechtigkeit und so half ihr das Schicksal auf seine Weise …
Einige der Leserbriefschreiber möchten anonym bleiben:
So, und nun zu Deinem Buch. Ich habe es schnell durchgelesen, denn da war gerade meine computerlose- und telefonlose Zeit. Nach Beendigung dieser Lektüre habe ich nun das Gefühl, Dich durch und durch zu kennen. Ich litt natürlich mit Dir. Vieles erinnerte mich an meine Jugendzeit. Und manchmal dachte ich, oh, jetzt ist aber die Heidi sehr offen. Es tat mir fast weh, Dich so verwundbar zu sehen.
Aber es ist wieder flüssig und für den Leser interessant geschrieben. Dein Erinnerungsvermögen ist fabelhaft. Ich gratuliere Dir herzlich zu diesem gelungenen Buch!
Wann kommt das nächste heraus?
Ich habe Dein zweites Buch gelesen. Du hast sehr offen über Deine Erlebnisse geschrieben.
Es gehört sicher Mut dazu auch wenn es eine Aufarbeitung ist. Ich bin zwar 5 Jahre jünger, kann mich aber in Einig es hineinversetzen.
Ich war auch gespannt auf das Leben im anderen Teil Deutschland`s.
Uns wurde Vieles, unentgeltlich, außerschulisch geboten. In den Schulferien und nach dem Unterricht jede Menge Sport, Musik usw.
Je nach Eignung und Interessengebiet wurden wir gefördert.
Die ehemalige DDR gab es für Euch sicher nicht und wir durften keine Kontakte zum "Klassenfeind" aufnehmen. Ansonsten denke ich Mädchen und Frauen, ganz gleich in welchem Teil Deutschlands aufgewachsen, haben ähnliche persönliche Erfahrungen gemacht.
Nur wissen wir zu wenig voneinander.
Ja, ich habe auf die Fortsetzung des ersten Buches der Autorin mit Spannung gewartet, und bin nicht enttäuscht worden. "Abendrot - Im Fegefeuer des Lebens" hier erzählt das Flüchtlingsmädel Heidi wie sie als junges Mädchen und Heranwachsende versucht, in der neuen Heimat heimisch zu werden. Es fällt ihr nicht schwer, denn sie findet schnell Kontakt und Freundschaften bedeuten ihr sehr viel. Noch sehr jung, geht sie voller Hoffnung in die Ehe. Enttäuschungen kommen bald. Das Alkoholproblem ihres Mannes liegt wie ein dunkler Schatten über dieser Ehe. Drei Kindern ist sie trotz aller Schwierigkeiten eine fürsorgliche und zuletzt auch kämpferische Mutter. Um sich und ihre Kinder vor ihrem Mann zu schützen, läßt sie sich scheiden. Aber auch die Zeit danach ist nicht einfach. Wie Heidi Gotti nach einer relativ unbeschwerten Kindheit und Jugendzeit dieses "erwachsene" Leben meistert, hat sie in diesem Buch schonungslos, flüssig, kurzweilig und humorvoll beschrieben.
Daher kann ich "Abendrot - Im Fegefeuer des Lebens" nur empfehlen. Da ich immer wissen wollte, wie es weiter geht, habe ich diese Lebensgeschichte in 2 Tagen gelesen.
Rezension: J. Dirksen
Ich las bereits den ersten Teil und der hat mir sehr gut gefallen und der 2. Band war wieder sehr schön. Ich habe es in ganz kurzer Zeit ausgelesen, konnte einfach nicht aufhören. Es war so spannend. Heidi, meine Mailfreundin, hat es so leicht und interessant geschrieben, so übersichtlich die Personen aufgeführt. Man wußte immer gleich, wer gemeint war. Hinzu kommt, ich habe selbst die Zeiten erlebt, die Heidi auch so wahrheitsgemäß beschrieben hat, ihre Freuden, ihre Leiden. Ich konnte alles so gut nachempfinden. Ich kann dieses schöne Büchlein nur weiter empfehlen!
Leserbrief
Nachdem wir schon von Deinem ersten Buch begeistert waren, müssen wir sagen, dass uns Dein zweites Buch sehr angesprochen, beeindruckt und auch erschüttert hat.
Die Offenheit, mit der Du Dein Leben und das Leben Deiner Kinder geschildert hast, ist bewundernswert. Wieviel Mut gehört dazu, sein Innerstes anderen Menschen preiszugeben.
Durch meine frühere Tätigkeit, die Arbeit mit Alkoholkranken und die damit verbundenen Einzelschicksale, haben mir Deine Erlebnisse mit einem alkoholkranken Mann plastisch vor Augen geführt.
Das ein Mensch wie Du soviel aushalten konntest und Du trotzdem wieder ein fröhlicher Mensch geworden bist, der immer ein offenes Ohr für die Nöte anderer hat, ist für uns bewundernswert.
Möge Dein Buch vielen die Augen öffnen und denjenigen, denen es bisher gut ging, in Dankbarkeit deutlich machen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, ein glückliches und zufriedenes Leben zu haben.
Wir wünschen Dir, dass du die noch verbleibenden Jahre Deines Lebens mit Deinem Otto in Glück und Zufriedenheit verbringen kannst.
Wolfgang und Rita
Apelnstedt, 27.03.2007
Das Warten hat sich gelohnt, 6. April 2007
Nachdem ich ja den ersten Band von Heidi Gotti schon mit Freude gelesen habe, habe ich natürlich den zweiten Band sofort nach Erscheinung kaufen müssen.
Und ich kann nur sagen, ich war total begeistert, und habe das Buch nicht aus der Hand gelegt, vieles kam mir doch so vertraut vor, denn wer kennt sie nicht die Schicksalschläge die uns alle leider treffen.
Wie Heidi Gotti aber ihr immer wieder "aufgestanden" ist nach einem erneuten Tiefschlag, das kann man nur bewundern, denn nicht jede(r) hätte die Kraft dazu. Aber Heidi hat gekämpft wie eine Löwin für sich und ihre Kinder und dafür zolle ich ihr großen Respekt.
Und auch dafür wie sie alles schonungslos offen in ihrem Buch geschrieben hat, da gehört schon jede Menge Mut und Kraft dazu.
Rezension: Maximiliane „Maxi“
Abendrot ist sehr empfehlenswert und spannend, 25. Februar 2007
Wie das erste ist auch dieses Buch sehr spannend.Es hat viele Erinnerungen an meine Jungmädchenzeit geweckt.Es gibt einige paralellen zu meinem Leben.Ich weiss aus Erfahrung wie es ist, mit einem Alkoholiker verheiratet zu sein.Heidi hat so viel Schweres durchgemacht und doch den Mut nie verloren.Sie ging durch die Finsternis um endlich doch dem Glück in der Person von Otto zu begegnen.Ich wünsche den beiden noch viele glückliche Jahre.
Ruth Schenk "Ruth" (Schweiz)
Ich war gespannt auf Heidi Gottis zweites Buch. Ich bin zwar fünf Jahre jünger kann mich aber trotzdem in sie hineinversetzten. Ich bin in der
ehemaligen DDR aufgewachsen und war neugierig auf eine Lebensgeschichte aus
dem anderen Teil Deutschland`s. Ich bewundere die Offenheit von Heidi Gotti
mit der sie negative und positive Erlebnisse beschreibt. Darüber hinaus ihren
Humor und Kampfgeist behält. In beiden Teilen Deutschlands mußte man aus
eigenen Erlebnissen wachsen. Das Umfeld war völlig unterschiedlich. Während
Heidi Gotti nach der Schule auf sich gestellt war gab es in der ehem. DDR viele außerschulische Möglichkeiten seinen Interessen kostenlos nachzugehen.
Sportliche und künstlerische Talente wurden gefördert. Leider erfuhren wir
wenig aus dem anderen Teil Deutschland`s und somit habe ich das Buch mit
großem Interesse gelesen. Ich freue m ich über jeden ehrlichen Austausch
von Begebenheiten aus beiden Teilen Deutschlands und bin schon gespannt auf weitere Veröffentlichungen von Heidi Gotti.
Weiterhin viel Erfolg und herzliche Grüße von Ursula.
Ursula Donathi "U.D." (Stendal)
Hab schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet, 1. Februar 2007
auch das zweite Buch habe ich verschlungen, konnte mich kaum trennen.
Sehr lesenswert!!!
Gudrun Trimpl-Rothgänger (Konstanz)